Welche Sim-Karte brauche ich für einen GPS Tracker?

Wo finde ich eine passende GPS Tracker SIM Karte? Reicht Prepaid oder muss es ein Handyvertrag sein? Geht es auch kostenlos?

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  Welche SIM Karte brauche ich für einen GPS Tracker?

SIM Karten existieren in unterschiedlichen Größen: Je nach GPS Tracker wird ein anderes Format benötigt. In diesem Beitrag erfahren Sie, was eine SIM Karte genau ist, warum Sie eine SIM Karte für Ihren GPS Tracker brauchen, wo Sie die passende SIM Karte für Ihren GPS Tracker erhalten und welches Netz die verschiedenen Anbieter verwenden. Selbstverständlich erfahren Sie auch, ob Sie für einen GPS Sender einen Handyvertrag benötigen oder ob bereits eine Prepaid Karte ausreicht.

Inhalt

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Warum brauche ich eine SIM Karte für einen GPS Tracker?

Technisch betrachtet ist ein GPS Tracker, oft auch als Peilsender bezeichnet, ein kleines Mobiltelefon. Der wichtigste Unterschied zu einem handelsüblichen Handy oder Smartphone ist aber, dass ein GPS Tracker in der Regel auf ein Display, WLAN, Bluetooth und ein Tastaturfeld verzichtet. Mit Hilfe eines GPS Chips wird die aktuelle Position ermittelt, von einer kleinen CPU, also einem Prozessor verarbeitet und dann über das Mobilfunknetz an den Empfänger übertragen. Damit es diese Daten aber übertragen kann, benötigt der Tracker Funk, in diesem Falle über das Handynetz. Eine SIM Karte ist also das wichtigste Zubehörteil, auf das man bei einem GPS Tracker nicht verzichten kann.

Welche SIM Karten Formate gibt es und welches Format brauche ich für einen Peilsender?

SIM Karten existieren in 4 verschiedenen Formaten. Die Full-size SIM (Scheckkartenformat) findet heutzutage kaum noch Anwendung, da das entsprechende Mobilgerät aufgrund der Größe der SIM Karte ebenfalls recht groß sein muss. Die Mini-SIM und Micro-SIM Karten findet man am häufigsten bei GPS Trackern, wobei bei den besonders kleinen Trackern in der Regel Micro-SIM Karten verwendet werden. Aus Platzgründen wird bei Mobiltelefonen mittlerweile immer häufiger die Nano-SIM verwendet, damit Platz für andere Komponenten frei wird. Dieses Bild stammt übrigens aus einem Wikipedia Artikel. Wir haben das Bild etwas für unsere Zwecke modifiziert. Es steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz. Auch unsere Modifikation dürfen Sie nutzen und gemäß der Lizenz weiterverwenden.

Brauche ich für einen GPS Tracker einen Handyvertrag oder reicht eine Prepaid Karte?

Ein Handyvertrag ist in der Regel nicht erforderlich. Der Abschluss eines Handyvertrages für einen GPS Tracker ist zwar möglich, birgt aber Risiken. Der größte Nachteil ist natürlich dessen Mindestvertragslaufzeit, die meist 24 Monate beträgt. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Kosten eines Vertrages, oft auch Grundgebühr genannt, deutlich teurer sind, als der eigentliche Daten-Verbrauch eines GPS Trackers. Selbst vermeintlich besonders günstige Handyverträge, etwa Partnerverträge oder Zweitkarten für rund 5 Euro im Monat sind völlig überdimensioniert. Ein besonderes Risiko bei einem Handyvertrag stellt stets die Kostenfalle da. Macht man einen Fehler bei der Konfiguration eines GPS Trackers kann dies immense Kosten verursachen. Bei einem Handyvertrag würde man dies wohl erst am Ende des Monats merken, wenn die Dicke Rechnung kommt. Rechtlich kommt man dagegen aber nicht an, denn der Anbieter des Handyvertrags hat nur das gemacht, was Inhalt seines Angebotes ist - nämlich eine Mobilfunkdienstleistung zu erbringen. Bei einer Prepaid Karte kann dies nicht passieren, denn rein durch die Nutzung von SMS, Telefonie und mobilem Internet kann man nicht "ins Minus rutschen".

Welche Kosten verursacht eine SIM Karte in einem GPS Tracker?

Bevor man diese Frage beantworten kann, muss zunächst festgelegt werden, in welchem Betriebsmodus ein GPS Tracker verwendet wird. Alle uns bekannten GPS Tracker können im SMS Modus wie auch im Portalmodus betrieben werden.

  Kosten im SMS Betrieb

Im SMS Modus erhalten Sie Meldungen über die Position per SMS, meist in Verbindung mit einem Google Maps Link. Der SMS Modus wird meist "on-demand", also bei Bedarf verwendet. Der Tracker ortet nicht im Dauermodus, Sie rufen den GPS Sender an bzw. senden ihm eine SMS und erhalten eine Antwort per SMS, in der sich ein Google Maps Link befindet. Dies verursacht doppelte Kosten, einerseits die SMS, die Sie an das Gerät senden, andererseits die Antwort SMS. Gehen wir von durchschnittlich 9 Cent je SMS aus, fallen pro Positionsabfrage 18 Cent Kosten an. Rufen Sie die Position 2 mal am Tag ab, schlägt dies mit rund 36 Cent zu Buche. Ein SMS Paket ist übrigens keine besonders kluge Option. Zwar bieten Anbieter wie Congstar im Rahmen des Tarifs Prepaid wie ich will SMS Pakete für nur 2 Euro an (100 SMS,  Congstar Wunschtarif selbst zusammenstellen - Prepaid wie ich will1) an, aber eine Dauerortung via Ortungsportal über mobiles Internet ist nicht nur deutlich günstiger, sondern auch erheblich komfortabler.

  Kosten im GPS Trackingportal Modus

Bei der Nutzung eines GPS Trackingportals fallen im Gegensatz zur SMS Ortung keine SMS Kosten an. Allerdings können hier Kosten für die Nutzung des mobilen Internets anfallen. Diese Kosten sind allerdings überschaubar, denn 1 MB Datentransfer kostet je nach Anbieter nur rund 24 Cent. 1MB klingt zwar wenig, aber dank seiner besonders kleinen Datenpakete verbraucht ein GPS Tracker kaum mobiles Internet, 1MB kann also eine ganze Weile reichen. Bei einem durchschnittlichen Daten-Verbrauch von ca. 13kB pro Stunde bei einem Sendetakt von 60 Sekunden reicht 1MB also rund 79 Stunden bei Online-Dauerortung. Die perfekte Lösung hierzu stammt aus dem Hause Blau Mobilfunk, denn dort erhalten Sie  jeden Monat 10MB kostenloses mobiles Internet (direkt zum Anbieter)1 - und das bei einer Prepaid Lösung.

  Was ist Roaming und welche Bedeutung hat Roaming für meinen GPS Tracker im Ausland?

Mobilfunkanbieter verfügen zwar über ein eigenes Mobilfunknetz im Inland, aber oft nicht im Ausland. Dort muss sich Ihr GPS Tracker oder Ihr Smartphone also in ein Fremdnetz einbuchen. Dieses Leistungsentgelt stellt der Anbieter im Ausland Ihrem inländischen Anbieter in Rechnung. Dies wird auch als Roaming bezeichnet, die Kosten dafür nennt man Roaminggebühren. Diese Kosten stellt Ihr Anbieter Ihnen also in Form von gesonderten Gebühren in Rechnung. Innerhalb der EU wurde dieses Vorgehen bereits im letzten Jahr von der EU stark reglementiert - zugunsten des Kunden. Die sonst zuvor oft horrenden Gebühren wurden gedeckelt, so dass Ihnen ein Anbieter nicht mehr jeden beliebigen Betrag für Roaming in Rechnung stellen kann. Die Gebühren für Roaming im EU Ausland wurden drastisch gesenkt. Ab dem 15. Juni 2017 gibt es jedoch eine erneute Änderung, denn ab diesem Tag soll der Verbraucher laut EU keinen Cent mehr zusätzlich bezahlen, wenn er im EU Ausland zum Handy greift. Und da auch Ihr GPS Tracker ein kleines Handy ist profitieren Sie, wenn sich Ihr Tracker im Ausland befindet ebenfalls. Die Mobilfunkanbieter freut dieses Roam-Like-At- Home Prinzip weniger, denn ihnen geht ein wichtiger Geschäftsbereich verloren.  EU-Kommissarin Kroes fand hier deutliche Worte, verlieren manche Unternehmen damit doch ihre Cash Cow. Als Cash Cow bezeichnet man Geschäftsfelder, die besonders hohe Erträge abwerfen.

Die neue Regelung greift in allen Ländern, die der EU angehören. Auch einige Nicht-EU Länder wie Liechtenstein und Norwegen sind dabei. Bei dem  besten GPS Tracker Prepaid Mobilfunktarif mit monatlich 10MB mobilem Internet inklusive1 handelt es sich z. B. um die Weltzone 1 mit folgenden Ländern: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Französisch-Guayana, Gibraltar, Griechenland, Großbritannien, Guadeloupe, Guernsey, Irland, Island, Italien, Jersey, Kroatien, La Réunion, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Martinique, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vatikanstadt und Zypern.

Warum muss ich die PIN Nummer der SIM Karte entfernen?

Ein GPS Tracker ist wie bereits erwähnt ein kleines Mobiltelefon. SIM Karten werden in der Regel mit einer SIM PIN zum Schutz der Karte ausgeliefert. Allerdings verfügt ein GPS Tracker über keine Eingabemöglichkeit einer PIN, denn ein GPS Tracker besitzt weder ein Touch-Display noch ein Tastaturfeld. Würden Sie eine SIM Karte in Ihren GPS Tracker einlegen, ohne zuvor die SIM PIN entfernt zu haben, kann sich der Tracker nicht in das Mobilfunknetz einbuchen. Wie Sie die SIM Karten PIN entfernen können erfahren Sie in unserem Beitrag  SIM PIN entfernen.

Welcher Anbieter nutzt welches Netz?

Den Mobilfunkmarkt in Deutschland teilen sich 3 echte Netzbetreiber, darunter der Telefonica Konzern, Vodafone und Telefonica. 2014 fusionierte Telefonica mit ePlus und wurde damit zum größten deutschen Mobilfunkanbieter. Den Begriff Mobilfunkanbieter darf man hier nicht mit Drittanbietern wie Congstar oder blau.de durcheinander werfen. Diese sogenannten MVNO (Mobile Virtual Network Operator) sind Mobilfunkanbieter ohne eigene Netzinfrastruktur und nutzen die Netze ihrer meist übergeordneten Mutterkonzerne. Blau.de ist z. B. ein Tochterunternehmen der Telefonica, Congstar gehört zur Deutschen Telekom AG.

Wo habe ich mit meiner SIM Karte den besten Empfang?

Salopp formuliert: Für ein wenig 2G reicht es fast immer - ein solches Fazit dürfen wir nach fast 10 Jahren GPS Trackingportal Betrieb wohl ziehen. Ein GPS Tracker verfügt meist nur über ein einfaches 2G / GPRS Modem. 3G ist im Kommen und LTE gibt es bei GPS Trackern noch gar nicht. GPS Tracker sind recht sparsam, was den  Datenverbrauch betrifft und brauchen daher keine große Bandbreite. 2G Abdeckung hat man fast überall. Ob man sich also für eine SIM Karte von der Telekom entscheidet oder eher für eine Vodafone Karte macht zumindest in Bezug auf die Netzabdeckung kaum einen Unterschied - wenn es um den Einsatz einer SIM Karte für GPS Tracker geht. Bei LTE Abdeckung und der Güte bei der Telefonie kann die Situation aber schon wieder ganz anders aussehen. Vereinzelt haben uns Nutzer berichtet, dass z. B. auf der Insel Usedom ePlus / O2 (Telefonica) eher schwach vertreten ist, während die Deutsche Telekom hier punktet.

Konkrete Informationen über die Netzabdeckung kann man sich bei den Anbietern mit Hilfe sogenannter Netzabdeckungskarten beschaffen. Diese findet man hier:

Netzabdeckung Vodafone
Netzabdeckung ePlus / O2 (Telefonica)
Netzabdeckung T-Mobile

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich mal keinen Empfang habe?

Nahezu alle GPS Tracker verfügen über einen internen Pufferspeicher. Kann der Tracker keine Verbindung ins Mobilfunknetz aufbauen werden die Daten auf einem internen Speicher, meist einer kleinen Mikro-SD Karte gespeichert. Der Tracker sendet diese Daten dann nach, wenn er sich wieder in das Handynetz einbuchen konnte. Achten Sie beim Kauf eines GPS Trackers bitte darauf, ob der jeweilige Tracker über einen Pufferspeicher verfügt. Der  PAJ Professional Finder (Testbericht) verfügt z. B. über einen Pufferspeicher, der über eine SD Karte bereit gestellt wird. Passende SD Karten für GPS Tracker finden Sie in unserem Beitrag  SD Karte für GPS Tracker (Zubehör). Übrigens sollten Sie sich nicht unbedingt eine alte SD Karte aus der Schublade schnappen. Was dann passiert erfahren Sie in unserem Artikel  SD Karte in GPS Tracker funktioniert nicht.

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